Schönheit wird zerstört

Zu dem Artikel „Widerstand gegen Windräder“ in der Zeitung „Der neue Tag“ vom 21. Mai 2014 schrieb Lydia Kramer (Gleiritsch-Bernhof) einen Leserbrief, der in der Zeitung „Der neue Tag“ am 8./9. Juni 2014 wie folgt veröffentlicht wurde:

„Wir sagen Nein zur Windkraft in intakter, unzerstörter Landschaft fernab der großen Verbraucherzentren und Städte, was ja neue Probleme mit den erforderlichen Überlandleitungen schafft. Während die Proteste gegen die ’nur‘ 70 Meter hohen Masten der umstrittenen Stromtrassen anerkannt sind, werden uns in Gleiritsch über 200 Meter hohe „Monster-Windräder“ vorgesetzt.

Die Schönheit der kleinräumigen, abwechslungsreich strukturierten Landschaft rund um Gleiritsch wird unwiderruflich zerstört. Diese Ästhetik hat ihren eigenen Wert, der sich leider nicht in Euro und Cent berechnen lässt. Der über Jahrhunderte gewachsene Kulturraum zwischen Naabtal und dem Oberpfälzer Wald ist von den Zerstörungen der Industrialisierung verschont geblieben und daher absolut schützens- und erhaltenswert. Diese Harmonie von Natur- und Kulturlandschaft darf nicht auf dem Altar der kurzfristigen Gewinnmaximierung auswärtiger Investoren geopfert werden. Bei der Umstellung von Atomkraft auf Ökostrom handelt es sich um eine Generationenaufgabe, diese Entwicklung muss nicht jetzt über das Knie gebrochen werden. Statt über 200 Meter hohe ‚Monster-Windräder‘ zu bauen sollte besser die Wasserkraft im Hochspeicher in Trausnitz genutzt werden.“

Lydia Kramer
Gleiritsch-Bernhof