Ohne Rücksicht auf die Nachbarn

Zu dem Artikel „Widerstand gegen Windräder“ in der Zeitung „Der neue Tag“ vom 21. Mai 2014 schrieb Maria Scheuerer (Gleiritsch-Kroau) einen Leserbrief, der in der Zeitung „Der neue Tag“ am 13. Juni 2014 wie folgt veröffentlicht wurde:

„Windkrafträder sind ein Teil der erneuerbaren Energien. Man muss nicht, wie in heutiger Zeit üblich, alles gleich überdimensionieren.

Man kann auch die vorhandenen Ressourcen mit in die Planung einbeziehen, Trausnitzer Wasserkraftwerk, Biogasanlagen und andere erneuerbare Energien kombinieren, so dass die Belastung besser aufgeteilt ist. Es wäre schön, wenn bei der Planung alle mit einbezogen werden würden, die rund um so einen Windpark betroffen sind. Es ist eine Frage des würdigen Umgangs mit seinen Nachbarn, mit der benachbarten Gemeinde oder auch mit Gegnern von Windkrafträdern.

Nur um schnell noch in alte Abstandsregelung zu kommen wird ein schnelles Verfahren gewählt, ohne Rücksicht auf die Gefühle und Bedürfnisse der Menschen rund um die Windräder. Nur weil einige wenige Profit machen oder als Vorreiter gelten wollen, werden viele Menschen ‚vergewaltigt‘. Ihre Ängste und schlaflosen Nächte einfach ignoriert. Ist es das wert? Was hinterlassen wir hier unseren Kindern und Enkeln? Sowohl von der zerstörten Natur her betrachtet als auch von menschlichen Umgang miteinander. Ich würde mir etwas mehr gegenseitiges Verständnis und weniger Ellenbogenmentalität bei der Planung unserer Zukunft wünschen.“

Maria Scheuerer
Gleiritsch-Kroau